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Jinal Tamszuqo
Unsere Vereine dürfen keine Politik machen!
30 Nisan 2012 Pazartesi Saat 16:37

Beginnen möchte ich mit einem wichtigen, politisch lähmenden Slogan, der vor allem die Tscherkessischen Vereine in Deutschland betrifft und Jahrzehnte lang das Denken und Handeln beeinträchtigte und die politische „Energie“ in Europa lähmte.

Er lautet: 

„Unsere Vereine dürfen nur Kulturarbeit machen, sonst bekommen sie Probleme mit dem deutschen Gesetz!“

Solche und ähnlich Aussagen konnte man bis vor wenigen Monaten oft hören. Da sich viele Vereinsmitglieder scheinbar nicht gut mit dem Deutschen Vereinsrecht auskannten, entfaltete er Jahrzehnte lang seine schwächende Wirkung. Nach eigenen Recherchen und durch Gesprächen mit Experten für Vereinsrecht und mit Juristen, ist mir die Unrichtigkeit dieser Aussage klar geworden.

Fakt ist, dass jeder Verein politische Initiativen, wie Konferenzen, Petitionen und Demonstrationen durchführen darf. Besonders, wenn der Vereinszweck die Erhaltung der Tscherkessichen Kultur betrifft. Falls es politische Prozesse gibt, die gegen den Erhalten unserer Kultur Wirkung entfalten, wie in der Russischen Föderation, die Zersplitterung Tscherkessiens, der Abbau von Tscherkessichem Sprachunterricht in der Schule, Unterdrückung legaler politischer Aktivisten, Einschränkung der Menschenrechte, Auflösungsbemühungen der Republik Adygea, Abschaffung des Präsidententitels und der Präsidentenwahl, Verbreitung von Unwahrheiten über den Ursprung von Sotchi usw., haben unsere Vereine besonders das Recht oder sogar die Pflicht, auf diese Missstände aufmerksam zu machen und mit legalen politischen Aktionen dagegen zu wirken! Ähnliches trifft natürlich auch auf die Situation in der Türkei zu, wo es noch immer keinen Tscherkessichunterricht in den Schulen oder auch keinen eigenen TV-Sender gibt und wo Jahrzehnte lang alle nicht-türkische Kultur, einschließlich der Namensgebung, unterdrückt wurde!

Nach Aussage einer Beamtin aus München, mit der der dortige Vorsitzende, sprach, stellen öffentliche Haushalte sogar Mittel zur Verfügung, um politische Aktivitäten von Migranten-Vereinen zu unterstützen! 

Ein weiterer Beleg für die Unrichtigkeit dieses Slogans ist auch, dass der Tscherkessiche Kulturverein München letztes Jahr offiziell und mit Genehmigung der städtischen Behörden und mit Unterstützung der Polizei, eine Demonstration vor der Russischen Botschaft in Müchen abhielt, um auf die Anerkennung des Genozids hinzuwirken.

Die Einstellungen, die hinter dieser unrichtigen Aussage stecken, sind wohl die, dass man versuchte, unsere Vereine aus dem politischen Feld herauszuhalten. Der Hintergrund mögen die Erfahrungen mit dem türkischen Nationalismus gewesen sein, welcher es früher sehr schwer machte für die Tscherkessen, wie für viele andere Völker in der Türkei, ihre eigene nationale Politik zu entwickeln.

Weiterer Grund mag die Befürchtung sein, dass eine Politisierung der Vereine über kurz oder lang, immer auch das Thema um den Genozid und die ethnischen Säuberungen, mit dem dazu gehörigen Hauptschuldigen – das Zaristische Russland und die aktuelle Unterdrückung des Tscherkessichen Nationalbewusstseins in der Russischen Föderation zur Sprache bringen würde. Dann ließe es sich nicht mehr verhindern, dass diese Themen auch eine politische Kraft und Dynamik entwickeln. 

Folge davon ist, dass Jahrzehnte lang unsere Vereine politisch passiv gehalten wurden und dass unser Nachwuchs politisch unerfahren und ungebildet gebleiben ist und wir deshalb nur wenig politisches Gewicht entwickelt haben. 

Unsere Forderung ist deshalb, diese Unwahrheiten zu stoppen und die Arbeit der bestehenden Vereine und die Dachverbände ausdrücklich auch auf politische Felder zu erweitern. Reine Kulturarbeit mag in den Anfangsjahren adäquat gewesen sein. In der heutigen Zeit sind aber neue Wege einzuschlagen, um politische Gewicht zu erlangen, uns in der Welt bekannt zu machen, der Assimilation entgegen zu wirken und um die Tscherkessen in der Heimat damit zu unterstützen!

Jinal Tamszuqo

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„It is not allowed to our associations to make politics!“

I want to start with an important, paralysing slogan, who is foremost affecting the circassian associations in germany and who suppressed the way of thinking and acting and who paralysed the political „energy“ in europe.

It goes:
„Our associations are only allowed, to work on cultural topics,  otherwise they get problems with the german laws!“
Such and similar statements you could hear until few months ago. Because many members of our our associations seemingly didn´t knew the german association law very well, it developed for decades it´s weakening  impact. After I reseached about this topic and talked with with experts for association law and jurists, II realized, that this statement is unfounded.

Fact is, that every association could conduct political initiatives, such as holding conferences, send petitions or hold demonstrations. Especially, when the purpose of the association is the maintenance of the circassian culture. When there are political developments, who are against the presevation of our culture, for example the splitting of Circassia in the Russian Federation, the cut of circassian language lessons in school, suppression of political activists and human rights, the tendency to dissolve the Republic of Adygea, the abolition of the title of president, spreating untruth about the origin of Sochi etc., our associations have especially the right, if not the duty, to draw the attention to  these deplorable states of affair and to act against it in a legal manner! Of course something similar fits for the situation in Turky, where there still are no circassian language classes in schools and no circassian TV-channel and where for decades all non-turkish culture, inclusively the naming, was suppressed!

In a discussion between a public official and the chairman from the Circassian Cultural Association from munich, she told him, that the german state offers funds for support political activities of migrant-associations!

Another proof for the untruth of this statement is, that the Circassian Cultural Association of Munich conducted last year a demonstration for supporting the recognition of the genocide in front of the Russian Embassy with permission of the local department and support from the police.

The attitudes, which are standing behind these inacurate statements, are probably, to try to hould our associations out of the political area. The background may be the experiences with the turkish nationalism, that made it very difficult in former times for the Circassians, like many other peoples in Turky, to develop their national politics.

Another reason may be, that a politication would bring up in the long run the topic of genocide and ethnic cleansening, with the belonging major offender – the Tsaristic Russia and the actual suppression of Circassian national consiousness inside the Russian Federation. Then it would be unstoppable, that these topics would develop political power and dynamic.

The outcome of this is, that our associations where hold in a political passive way for decades and that our offspring didn´t made political experiences and stayed politically uneducated and that we build up just very little political power.

Our claim is therefor, that these untruths have to be stopped and that the established associations and the umbrella organizations should explicite enlarge their work into politics areas. Pure work on cultural topics may have been appropriate in the years of the beginning. In this time, new ways have do be taken, in order to reach political power, to make us known to the world, to work against the assimilation and to support the Circassians in homeland!



badiokue

Werter Nibjeugh,
Vupsou,ich hoffe und wünsche daas der eine oder andere person dein atikel liest und eine meinung dazu bilden kann,finds konstrutkif.

21 Vaghuemazem dizerlhaghujins

13 Mayıs 2012 Pazar Saat 18:33
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