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Jinal Tamszuqo
Biggesee, 23. bis
07 Mayıs 2011 Cumartesi Saat 14:19

Zum Dritten Mal in Folge, trafen sich die Vereine der FDTKV zu ihrem jährlichen Großtreffen. Dieses Jahr fand diese Veranstaltung in der Nähe von Köln, am Biggesee, statt. Neu war, dass dieses Mal explizit auch Mitglieder der anderen tscherkessischen Vereine, die nicht der FDTKV angehören, eingeladen wurden, um den Kontakt, nach dem großen Bruch vor einigen Jahren, wieder etwas zu kitten.

Eine besondere Ehre war, dass Arif Ünal, Abgeordneter der Grünen in NRW, relativ spontan zu der Veranstaltung erschein.

Schön war auch, dass die Veranstaltung zu einem Zusammentreffen von Tscherkessen aus den unterschiedlichen Ländern (Adygea, Kabardino-Balkarien, Karatschai-Tscherkessien, Syrien, Jordanien, Israel, der Türkei, den Niederlanden und natürlich Deutschland) wurde. Es war eine insgesamt schöne Mischung aus persönlichen Kontakten, Kultur und politischen Diskussionen: Die Tänzer und Tänzerinnen von Shible boten eine sehr professionelle Darbietung, die mit viel Beifall gewertschätzt wurde. Aykut Sahin und seine Töchter boten ein tolle Gesangseinlage, mit Unterstützung von Murat Kansat am Akkordeon, die dann auch noch von Faruk Kansat ergänzt wurde. Abends gab es dann sehr energetische Djegus, bei denen Murat von Adem aus München und Janbek aus Berlin unterstützt wurde

Leider fand die abgesprochene politische Diskussionsrunde nicht statt. Jedoch konnten in vielen Einzelgesprächen, vor allem in den Pausen, über die neue patriotische tscherkessische (adygeische) Bewegung zum Teil sehr bewegt, aber sehr konstruktiv diskutiert werden.

So passte es gut, dass am 25., dem letzten Tag der Veranstaltung, auch der TAG DER TSCHERKESSISCHEN FLAGGE war. Es wurden nachts, als Überraschung, an vielen Wänden tscherkessische Flaggen aufgehängt, die sich Interessierte mitnehmen durften. Am letzten Tag versammelten sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer nochmals auf der anliegenden Wiese zu einem kleinen Djegu. Schamis Hatko verteilte im Namen der Tscherkessischen Patrioten viele Nationalflaggen. Außerdem wurde bei der Schlussrede von Omar-Farouk Tamzok noch mal auf die Bedeutung der Nationalflagge hingewiesen und dass sie mehr ins Bewusstsein der Tscherkessen getragen werden soll, um die Entwicklung als Nation weiter zu führen.

Nejdet Hatam, der via Skype aus Maykop zugeschaltet wurde stellte sein neues Buch vor. Wahrscheinlich wird es in Zukunft noch mehr solcher Direktverbindungen geben, welche am 19ten Dezember 2010 auf der Konferenz „Gegenwart und Zukunft der Tscherkessen“ ihren Anfang nahm. Bezeichnend war allerdings, aus Sicht der patriotischen Bewegung, dass er mit keinem Wort auf den Tag der Tscherkessischen Flagge einging!

Weiterhin wurde das Zusammentreffen auch genutzt, um die anwesenden Delegierten der Einzelvereine zu einer Föderationssitzung zusammen zu rufen. Dabei wurde die neue Föderationssatzung verabschiedet. Diese soll die Grundlage eine weiteren Professio-nalisierung und Demokratisierung der tscherkessischne Institutionen sein. Es konnten auch einige, bis dahin noch unklare Punkte bezüglich der Autonomie und politischen Aktivität der Einzelvereine geklärt werden:

  1. Es wurde deutlich gemacht, dass die Annahme, tscherkessische Kulturvereine dürften keine politischen Aktivitäten, wie Demonstrationen, Kongresse oder Pressemitteilungen, mit politischem Inhalt umsetzen, juristisch keine Basis hat. Vereinsrechtlich gesehen, hat jeder, auch ein Kulturverein, die Möglichkeit, zu solchen politischen Aktivitäten. Vereine gelten ja sogar als die 5te Säule einer westlichen Demokratie, zusammen mit der Legislative, der Judikative, der Exekutive und den freien Medien.
  2. In diesem Zusammenhang wurde auch das Autonomieverhältnis zwischen den Vereinen und dem Dachverband geklärt. Es wurde klar gestellt, dass jeder Verein autonome Rechte besitzt, sich kulturell oder politisch zu betätigen, solange dieses im Einklang mit der Föderationssatzung steht. So können die Einzelvereine z.B. eigenständig zu Demon-strationen aufrufen oder Konferenzen durchführen, ohne eine Zustimmung des Dachver-bandes dafür zu benötigen.

Sieht man sich die Entwicklung der Vereine in Europa an, so kann man rückblickend feststellen, dass sie nun wohl dabei sind, in eine neue Zeitphase eintreten. Anfangs stand das Zusammenfinden und die Erhaltung der eigenen Identität in der europäischen Wahlheimat im Vordergrund. Nun kann der nächste Schritt, eine stärkere Verbindung mit der Heimat angegangen werden, vor allem auf politischer Ebene. Diesbezüglich kann auf weitere Aktivitäten mit Spannung gewartet werden.




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